Altenpflege zu Coronazeiten – Ein Einblick in die Wohnanlage am Wipperufer

So langsam hält der Frühling Einzug und alle sind in ihren Gärten, oder auf ihren Terrassen am werkeln. In Zeiten von Corona so ziemlich das Einzige was man zur Ablenkung tun kann. Wie aber sieht das aus, wenn man nicht mehr so gut kann und in einem Pflegeheim ist? Ablenkung durch Besuch, oder sogar Ausflüge sind momentan nicht möglich.
Aber es gibt Alternativen auch in dieser schweren Zeit. Wie dies aussieht, haben wir uns in der Wohnanlage am Wipperufer beim Pflegedienst Wend einmal angeschaut.

Dort wurde vor allem im Außenbereich in den vergangen Wochen viel gebaut und gestaltet. Eine neue Terrasse mit Bepflanzung sorgt dort für Entspannung im Freien. Auch wenn dies nur bedingt über die schwere Zeit hilft, wie Geschäftsführer Florian Wend anmerkt.

Besuche von Verwandten sind ja seit geraumer Zeit nicht möglich, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. “Die Pflegeteams wachsen gemeinsam mit den Bewohnern der Häuser zu einer Art Familie zusammen. Die soziale Betreuung erlebt hierbei eine besondere Qualität.” beschreibt Florian Wend die aktuelle Situation.
Da auch keine Frisöre, Therapeuten und andere Institutionen in die Wohnanlage kommen, wird man hier kreativ. Beautytage, gemeinsames Backen und Kochen, gemeinsam Erzählen aus dem eigenen Leben sind nur einige Punkte, die sich das Team hat einfallen lassen, denn auch sie wissen, dass jetzt besonderes Engagement und höchste Kreativität gefordert sind.
Aber auch die Pandemie selbst, bleibt ein Thema. So informiert man die Bewohner regelmäßig über den aktuellen Stand und nimmt sich ihrer Sorgen und Ängste an. “Man hört auch einfach nur mal zu.”

Was die Schutzmaßnahmen und Ausrüstung angeht, lässt Wend wissen, dass man dank vieler privater Personen, Apothekern und Sanitätshäusern sehr gut mit Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel ausgestattet ist. Leider keine Selbstverständlichkeit, dass weiß auch Wend.

“Krankheitsfälle sind weder bei Pflegebedürftigen noch bei Mitarbeitern zu verzeichnen. Der Einsatz meiner Mitarbeiter ist über alle Maße lobenswert.”

Dieses Jahr steht ja auch noch ein Jubiläum an. 25 Jahre Pflegedienst Wend. Mit Blick auf dieses Jubiläum kommt bei Herrn Wend auch etwas Wehmut auf. “Wir sind stolz auf die 25 Jahre. Auch wenn es eine schwere Zeit momentan ist, so werden wir doch mit allen zusammen das Erreichte feiern, sowie es die Umstände zulassen.” lässt er am Ende wissen.

Der Einblick hat uns gezeigt, dass Zusammenhalt und Engagement das Wichtigste ist, um diese Zeit gemeinsam zu meistern. Die Redaktion wünscht allen Betreibern und Pflegekäfte alles erdenklich Gute und sagt Danke für den unermüdlichen Einsatz.

(Red)

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