„Bahn“-frei für die seriöse Pressearbeit – Ein Nachruf

Achtung, dieser Beitrag kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten!
 
Wir haben lange überlegt, ob wir einen Artikel schreiben sollten über den scheidenden MZ-Chefredakteur Wolfram Bahn. Doch allein seine letzten Artikel vor seinem Ruhestand, der letzten Freitag begann, überzeugten uns dann was zu schreiben.
Herr Bahn ist seit vielen Jahren Chefredakteur der MZ im Mansfelder Land gewesen. Viele tausend Artikel hat er geschrieben und veröffentlicht. Leider zählten zu seinen Markenzeichen u.a. auch die reißerischen Überschriften, verdrehte Fakten, falsche Namensnennung, Weglassen von wichtigen Fakten usw.
 
Nehmen wir doch 2 aktuelle Artikel als kurzes Beispiel um zu zeigen, wie Herr Bahn es mit der Genauigkeit von Aussagen und die richtige Darstellung von Fakten nahm.
 
1.Artikel:
Hettstedt klagt gegen Kreisumlage: Kavalier attackiert die Linke und Landrätin
In diesem Beitrag behauptet Herr Bahn, dass sich der Bürgermeister mit der Fraktion „Die Linke“ beim Thema Kreisumlage einen Schlagabtausch ablieferte. Dies ist aber nicht korrekt. Es gab eine Diskussion mit Stefan Gebhardt, einem Mitglied von den Linken. Auch sei zu erwähnen, was Kavalier stets betonte, das es nicht um Parteien gehe, sondern einzig und allein um die Stadt. Und deswegen sei es wichtig, das alle Stadträte aus allen Fraktionen ihn dabei helfen sollten.
 
Quelle: http://www.mz-web.de/25290134 ©2016
 
2.Artikel
 
Stadtrat in Hettstedt: Drei abgelehnte Beschlüsse kommen nach Widerspruch des Bürgermeisters durch
Hier allein könnten wir dazu fast eine ganze Seite schreiben, was inhaltlich falsch ist. Um dies aber abzukürzen, verweisen wir nur auf einen Punkt. Weder in diesem Artikel oder vom 24.11.16 wird erwähnt, daß der Solarpark auf einem Privatgelände entstehen soll. Ein kleiner aber sehr wichtiger Punkt. Denn dieser hätte die Diskussion nicht erst zum kochen gebracht. Nun ist die Frage, ob er diesen Punkt mit Absicht weggelassen hat oder nicht, um Stimmung gegen die Stadt zu provozieren. Wir wissen es nicht, möchten aber wohlwollend darauf hinweisen, das Herr Bahn bei allen Ausschüssen anwesend war, wo dieses Thema inhaltlich behandelt wurde. Und es wurde immer von der Verwaltung darauf hingewiesen, das es sich um ein Privatgrundstück handelt und die Feuerwehr eigentlich kein Recht hat, dieses zu Betreten, geschweige denn für ihre Tätigkeiten zu nutzen. Denn dieses war eigentlich rechtswidrig.
 
Quelle: http://www.mz-web.de/25298240 ©2016
 
Sollten wir jetzt traurig sein, dass ein Mann mit so einer langen Erfahrung in Rente geht? Nein, denn mit Anke Losack und Fabian Wagener stehen schon zwei neue hoffnungsvolle junge Redakteure am Start. Beide zeichnen sich durch gut recherchierte und meist inhaltlich neutralgehaltene Artikel aus.
Dies macht uns Mut, das wir in Zukunft eine seriösere Berichterstattung über unsere Kupferstadt bekommen werden.
 
So wünschen wir Herrn Bahn ein ruhiges Rentnerleben, wo er sich endlich dem widmen kann, wofür er jahrelang geübt hat. Das Schreiben von teils fiktiven Geschichten.
 
Haben Sie auch positive oder negative Erfahrung mir Herrn Bahn seinen Artikeln gemacht, dann schreiben Sie uns.

Related posts

Leave a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.