Banken langen bei Gebühren weiter kräftig zu

Kleinvieh macht auch Mist. So oder so ähnlich darf man sich das vorstellen, wenn man die neue Analyse des Verbraucherportals Biallo.de für die Süddeutsche Zeitung sieht, denn viele Banken drehen weiter an der Preisschraube, vor allem im ländlichen Raum.

Die neuen Zahlen zeigen eindeutig, dass sich der Trend von 2019 auch 2020 fortsetzt und weiter anhält. Mal werden die Monatsgebühren um 50 Cent oder mehr angehoben, mal kosten kleine Dienstleistungen plötzlich Geld, die vorher kostenlos waren.

Zinspolitik der EZB und Negativzeins

Viele geben den Niedrigzins der Europäischen Zentralbank als Grund an, was umso mehr verwundert, da dieser in Ballungszentren und Großstädten scheinbar kein Problem für die Geldhäuser darstellt. Das Verbraucherportal vermutet, da der Konkurrenzkampf auf dem Land geringer ist, lässt sich mal schneller Geld machen. Auch ist es sicherlich einfacher 1 bis 2 Euro mehr vom Kunden, als Negativzinsen zu verlangen. Aber diese Entscheidung trifft vorallem Kleinsparer.

Vor allem Onlinebanken langen kräftig zu

Lag der Durchschnittspreis bei klassischen Basiskonto 2018 noch bei 4,78 Euro monatlich, sind inzwischen 4,91 Euro fällig. Bei Premiumkonten ging es im selben Zeitraum von 9,42 Euro auf 10,15 Euro rauf.

Onlinekonten legten im selben Zeitraum einen satten Aufschlag von 25%, von durchschnittlich 2,73 Euro auf 3,42 Euro hin.

Ab 60 Euro jährlich wechseln

Die Bank zu wechseln, war noch nie so einfach wie heute, zumal die Geldhäuser beim Wechsel helfen müssen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt ab einer Jahresgebühr von 60 Euro inkl. Girokarte einen Wechsel in Betracht zu ziehen. Laut Biallo sollte ein online geführtes Konto nicht mehr als 30 Euro im Jahr kosten, das klassische Filialkonto nicht mehr wie 60 Euro und ein Premiumkonto maximal 90 Euro.

(red)

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