Betrug bei Corona-Soforthilfen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind während der Corona-Pandemie bislang knapp 1 Million Euro an Soforthilfen zu Unrecht geflossen. Das geht aus Daten der Investitionsbank hervor. Demnach sind in den vergangenen Wochen insgesamt rund 41.000 Anträge auf Soforthilfen eingegangen. In gut 200 Fällen habe sich ein Betrugsverdacht erhärtet bzw. bestätigt. Rund 100 Verdachtsfälle würden noch geprüft.

Die Betrugsmaschen sind laut Investitionsbank unterschiedlich. So habe sich bei manchen Antragstellern herausgestellt, dass es sich lediglich um Arbeitnehmer handelte und nicht um Unternehmer. Zum Teil seien auch Hilfen beantragt worden, obwohl ein Gewerbe schon längere Zeit abgemeldet war – oder nie existiert hat.

In Sachsen-Anhalt werden nach Angaben der Investitionsbank Verdachtsfälle an eine zentrale Stelle gemeldet. Das Kontrollsystem dort sei engmaschig und würde sorgfältig prüfen. Zu Unrecht gestellte Anträge würden sofort gestoppt. Betrügern drohten auch strafrechtliche Maßnahmen. Außerdem wolle die Bank im Betrugsfall Rückforderungsanspruch gelten machen.

(MDR.de)


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