Buchempfehlung: “Für mich soll es Neurosen regnen” Peter Wittkamp

Guten Tag! Mein Name ist Peter Wittkamp, ich bin Autor, Werber und Gagschreiber. Ich habe bereits Scherze für das Fernsehen, für das Internet, für die Berliner Verkehrsbetriebe und für eine sehr bekannte Politikerin mit Doppelnamen geschrieben (nein, nicht die, eine andere). In bin Ende Dreißig, trinke ab und an zu viel Alkohol, mache zu wenig Sport, liebe Musik und leide – hier bitte aufpassen, das wird später noch mal wichtig – seit über 20 Jahren an einer Zwangsstörung.

Das kennen Sie aus Serien und Filmen und von Bekannten, die ihren Herd zwanzigmal kontrollieren müssen. Aber ich muss Sie enttäuschen: Ich bin nicht so wie die Menschen in den Filmen. Ich zähle wenig, kann nahezu alles ohne Probleme berühren, darf jede Fuge auf dem Gehweg so betreten, wie ich es mag und ich wasche mir nicht übertrieben häufig die Hände. Nun ja, um ehrlich zu sein: Ich wasche mir mittlerweile nicht mehr übertrieben häufig die Hände. Gleich im ersten Kapitel erfahren Sie, wie ich das geschafft habe.

Also der und „Ich war heute Morgen um halb Sieben schon zehn Kilometer laufen.“

Aber zurück zur Zwangsstörung: Eine Zwangsstörung ist ungefähr wie (hier bräuchte ich einen guten Vergleich… ah, ich hab‘ was …) ein T-Rex! Wenn man nicht aufpasst, hat sie dich schnell zwischen ihren Zähnen und lässt dich nie wieder los. Dafür ist sie immerhin ganz gut therapierbar, was man von einem T-Rex nicht gerade behaupten kann. „Lassen Sie uns heute mal über Ihr Aggressionsproblem sprechen, Herr Rex! Ich vermute, es liegt an den Komplexen wegen Ihrer kurzen Ärmchen.“

Ich schreibe in diesem Buch darüber, welche Komplexe und Zwänge mich plagen, was Zwänge überhaupt sind, was der Unterschied zwischen harmlosen Macken und ernsthaften Zwängen ist und darüber, wie ich mich versuche, immer und immer wieder aus ihren scharfen Zähnen zu befreien.

Mitunter versuche ich, obwohl es eine sehr ernste Krankheit ist, ein wenig humorvoll darüber zu berichten.

Unsere Buchempfehlungen mit freundlicher Unterstützung von “Die Bücherfee” Hettstedt.

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