Die 10 teuersten Metropolen der Welt

Na, wo soll die nächste Reise hingehen? Städtetrip oder doch Abenteuertour … In jedem Fall lohnt es sich, vorher abzuklären, ob das Budget für Hongkong, London oder New York auch wirklich ausreicht. Denn einige Metropolen warten nicht nur mit Top-Attraktionen und unvergesslichem Cityflair, sondern auch mit unerschwinglichen Preisen, die gerne mal ein großes Loch im Geldbeutel hinterlassen. Zwei Mal im Jahr veröffentlicht das britische Marktforschungsunternehmen Economist Intelligence Unit (EIU) ihre Auswertung der teuersten Städte rund um den Globus. Dabei werden vor allem die Lebenshaltungskosten ermittelt und ausgewertet. In die Berechnung fließen mehr als 400 Preise ein – für Essen und Trinken, Kleidung, Haushaltsprodukte, Mieten, Schulgebühren oder Kosten für Freizeitaktivitäten. Doch, wer hat es dieses Mal an die Spitze geschafft? Hier kommen Platz 10 bis 1 …

Platz 10 Los Angeles, USA

Im Vergleich zu anderen großen Städten in den USA ist Los Angeles sogar relativ günstig. Ein Grund dafür ist das milde Wetter, das die Heizkosten sehr gering hält. Vielleicht hat es der kalifornische Sunshine-Staat deswegen auch nur auf Platz 10 geschafft. Trotz allem strapazieren die Ausgaben für Wohnung und Lebensmittel den Geldbeutel.

Platz 9 Seoul, Südkorea

Südkorea ist zwar deutlich teurer als die meisten anderen Länder in Fernost, dürfte aber im Vergleich zu den meisten europäischen Regionen spürbar günstiger sein. In erster Linie sind die Übernachtungen der kostentreibende Faktor. Ein vernünftiges Hotel in guter Lage kostet locker um die 100 Euro pro Nacht und Zimmer. Ebenfalls aufs Budget schlagen die Kosten für den Transport. Eine Fahrt von Seoul nach Busan kostet im Hochgeschwindigkeitszug zum Beispiel um die 48 Euro.

Platz 8 Kopenhagen, Dänemark

Cafés, Boutiquen, Gratis-Räder: Kopenhagen ist eine 1-a-Studentenstadt. Doch das Leben in der dänischen Metropole hat seinen Preis. Ein Euro entspricht umgerechnet gut 7,50 Kronen. Doch für das, was bei uns ein Euro kostet, bezahlt man hier mindestens zehn Kronen. Vor allem die Lebenshaltungskosten haben es in sich. Für eine Hotelübernachtung darf man durchaus 170 Euro einplanen. Für ein Abendessen sogar um die 120 Euro, ohne Wein, versteht sich, denn Alkohol ist in ganz Skandinavien extrem teuer

Platz 7 New York, USA

Ich war noch niemals in New York … Vielleicht wissen wir inzwischen auch warum. Der Klassiker von Udo Jürgens macht in Anbetracht der folgenden Zahlen mehr als Sinn. 290 Euro für eine Hotelübernachtung, 18 Euro für eine Fahrt im gelben Taxi, 25 Euro für zwei Cocktails. Summa summarum sind das am Tag ca. 395 Euro. Die muss Mann oder Frau erst mal verdient haben. Die 800 Euro für den Flug tun zusätzlich weh. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sich manch Einheimischer tatsächlich eine Wohnung für 1,2 Millionen Dollar am Central Park leisten kann. Trotzdem möchte man einmal im Leben in der Stadt aufwachen, die niemals zu schlafen scheint …

Platz 6 London, Großbritannien

Eigentlich keine Überraschung, dass Großbritanniens Hauptstadt den sechsten Platz im Ranking belegt. Hotelzimmerpreise beginnen in London bei 200 Euro pro Nacht, eine Fahrt mit dem berühmten Riesenrad „The London Eye“ kostet satte 20 Euro pro Person und wer vor Ort eine Wohnung kaufen möchte, dürfte sich ein Appartement mit mehreren Personen teilen müssen – schließlich liegen die Quadratmeterpreise im Herzen der Stadt gerne mal bei 60.000 Euro, knapp 10.000 Euro muss man in jedem Fall einplanen.

Platz 5 Paris, Frankreich

Die Stadt der Liebe lässt es sich einiges kosten, dass sie jedes Jahr aufs Neue von so vielen Touristen heimgesucht wird. Da wird es schnell zur Nebensache, dass man für ein Dinner kurzerhand 130 Euro bezahlen muss oder in einer angesagten Szenebar knapp 50 Euro für zwei Cocktails hinblättert. Wohneigentum lässt man sich hier natürlich auch entsprechend bezahlen, momentan dürften das ca. 8.000 Euro pro Quadratmeter sein für den, der in der glücklichen Lage ist, etwas kaufen zu können. Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, muss für 24 Quadratmeter ca. 1.200 Euro auf den Tisch legen.

Platz 4 Genf, Schweiz

“Die Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro sowie strukturell hohe Einkommen und Preise bedeuten, dass Zürich und Genf weiter um den wenig beneidenswerten Titel ‚Teuerste Stadt Europas‘ wetteifern”, hieß es in dem Report der EIU. Genf lag 2015 noch auf Platz 7. Doch warum hat sich das so schnell geändert? Dass Genf und auch Zürich zu den teuersten Städten zählen, ist dem Franken-Wechselkurs zuzuschreiben. In Genf kostet das Bier im Laden durchschnittlich 1,61 Euro, an der Bar 9,62 Euro (umgerechnet rund 10 Franken). Zum Vergleich: In Davos muss man für ein Bier 6 Euro einplanen. Da in den beiden Städten der Wert des durchschnittlichen Nettostundenlohns am höchsten ist und damit am meisten Waren und Dienstleistungen gekauft werden könnten, liegen die Preise so hoch: So verdient man hier im Durchschnitt bereits in elf Minuten genug, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Dafür müssen Angestellte in der kenianischen Hauptstadt Nairobi fast drei Stunden arbeiten.

Platz 3 Hongkong, China

Die ehemalige britische Kronkolonie profitiert vom Kapitalzufluss aus China sowie von rasant steigenden Börsenumsätzen, die wiederum neue Investoren anziehen. Nicht zuletzt ist Hongkong für viele Chinesen die einzige Möglichkeit, in Immobilien zu investieren. Ganz besonders beliebt bei Investoren sind die Stadtteile Victoria Peak und Kowloon Town. Die Stadtteile sind mittlerweile so teuer, dass für den Kauf das Tausendfache des Mietpreises verlangt wird. In Zahlen heißt das: Bei einer durchaus üblichen Miete von 85 Euro pro Quadratmeter muss man sich über einen Kaufpreis von rund 83.000 Euro pro Quadratmeter nicht wundern. Damit liegt der breite Markt in Hongkong nah an dem Spitzenpreis eines Luxuspenthouses in Monaco.

Platz 2 Zürich, Schweiz

Die starke Schweizer Währung hat Zürich in einer neuen Rangliste zur zweitteuersten Stadt der Welt gemacht. Daher könnte manch einem beim romantischen Blick über den Züricher See die Freude im Hals stecken bleiben. Denn das dazu nötige Hotelzimmer bringt es nämlich schon mal auf 300 Euro pro Nacht, Miete 2.700 Franken, zwei Kitaplätze à 1850 Franken. Warum es so wahnsinnig teuer ist, in Zürich Urlaub zu machen? Weil die Stadt das wichtigste wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Schweiz ist.

Platz 1 Singapur, Südostasien

Tiefer als die Züricher müssen nur noch die Einwohner von Singapur in die Tasche greifen. In dem beengten Stadtstaat in Südostasien können allein Mieten für eine 100 Quadratmeterwohnung in guter Lage leicht 4500 Euro übersteigen. Singapur bleibt das dritte Jahr in Folge die teuerste Stadt der Welt.

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