Erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen – Pressemitteilung des Landes Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen
beschlossen. Schulen öffnen schrittweise, der Einzelhandel ebenfalls.
Zusätzlich zu Lebens- und Futtermittelhandel, Wochenmärkten,
Lieferdiensten, Apotheken, Tankstellen, Banken und Sparkassen,
Poststellen, und Großhandelseinrichtungen können jetzt der Kfz-Handel
und darüber hinaus Ladengeschäfte mit bis zu 800 m2 Verkaufsfläche
unter Auflagen öffnen. Das legt die 4. Corona-Eindämmungsverordnung
fest, die das Kabinett heute beschlossen hat und mit der Einigungen aus dem gestrigen Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten umgesetzt werden. Zugleich bleiben
Kontaktbeschränkungen bis einschließlich 3. Mai bestehen. „Um die Pandemie einzudämmen, ist es wichtig, soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken“, betonte Gesundheitsministerium Petra Grimm-Benne.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist weiter nur alleine, mit einer
weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Familienmitgliedern
gestattet. Gaststätten, aber auch Sportstätten und Spielplätze bleiben
geschlossen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt weiter Besuchsverbot. Großveranstaltungen sind bis Ende August untersagt.
Das Tragen von Schutzmasken in den öffentlichen Verkehrsmitteln und
Geschäften wird dringend empfohlen. Eine Maskenpflicht wurde aber
nicht festgeschrieben. Gottesdienste dürfen weiter nicht stattfinden.
Hotels sind weiter nur für Geschäftsreisende geöffnet; Touristen dürfen nicht übernachten.

Durch die Beschränkungen der vergangenen Wochen sei die
Infektionsgeschwindigkeit gedrosselt worden. Diesen Weg müsse man
konsequent weiter gehen. Die Risiken der Corona-Pandemie erforderten
eine neues gesellschaftliches Verständnis des sozialen Umgangs, mehr Selbstbeobachtung und Selbstdisziplin, heißt es in der Präambel zur Verordnung. Das Einhalten des Mindestabstands, Hygiene und weitere Verhaltensregeln werden eingefordert, in Bussen und Bahnen wird das Tragen von Masken empfohlen. „Mit einem geschlossenen Vorgehen der Länder können wir das Virus effektiv bekämpfen und die Zunahme der Infektionen weiter verringern. Notwendige Beschränkungen bleiben bestehen. Lockerungen gibt es dort, wo sie möglich werden. So können wir erste Erfolge im Kampf gegen das Virus sichern und die Bevölkerung
schützen“, betonte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Man setze auf
schrittweise Öffnungen. Für den 4. Mai wird zum Beispiel in Aussicht
gestellt, dass Friseure wieder öffnen.

Ab dem kommenden Donnerstag, 23. April, sollen nach entsprechenden
Vorbereitungen Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen wieder
stattfinden. Der entsprechende Erlass wird den Schulen bis Freitag, 17.
April, vorliegen. Die unterrichtlichen Prüfungsvorbereitungen für die
Schülerinnen und Schüler werden NICHT am kommenden Montag, 20.
April, starten. Sowohl Schulleitungen als auch Schulträger erhalten die
notwendige Vorlaufzeit, die für die Abstimmungen notwendig ist. Diese
Abstimmungen werden ab dem kommenden Montag erfolgen.

Die Schulen sollen sich darüber hinaus darauf vorbereiten, unter
Sicherstellung von Maßnahmen zur Kontaktminimierung und
Abstandsregelungen im Sinne des § 2 Abs. 4, den Schulbetrieb ab dem 4.
Mai 2020 schrittweise wieder aufzunehmen.

Für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sind laut Verordnung
insbesondere Maßnahmen zur Kontaktminimierung und
Abstandsregelungen zu treffen. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren,
sollte der Unterricht, wenn er im geschlossenen Raum stattfindet, durch längere Pausenzeiten zum Lüften unterbrochen werden. Ein Wechsel von Präsenz und Distanz der Schülerinnen und Schüler in der Schule und zu Hause ist vorzusehen.

Über weitere Maßnahmen wollen Bund und Länder jeweils in
zweiwöchigem Turnus entscheiden. Das nächste Treffen wird am 30. April
stattfinden.

Weitere Informationen sind auch unter www.coronavirus.sachsen-
anhalt.de abrufbar.

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