Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) veröffentlicht Prognose zu den beliebtesten Vornamen 2019

Die erste Erkenntnis: Eine gänzlich neue Liste der beliebtesten Vornamen wird es wohl für das Jahr 2019 nicht sein – doch die ersten Stichproben zu den im ausgehenden Jahr beliebten Vornamen lassen vermuten, dass es ein paar Neuerungen unter den Top 10 geben könnte. Die zweite Erkenntnis: Greta wird wohl noch nicht darunter vertreten sein. So populär auch die allseits bekannte Namensträgerin Greta Thunberg in diesem Jahr gewesen sein mag, schlägt sich dies doch nicht stärker in der Namensvergabe nieder als in den vorhergehenden Jahren auch.

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Bekannt: Traditionell gibt es auf der Liste der Jungennamen mehr Bewegung als auf der Liste der Mädchennamen.
Neu: Trotz in den vergangenen Jahren schnell wechselnder Spitzenpositionen bei den Jungen hat Vorjahressieger Paul gute Chancen, abermals die Gesamtliste anzuführen und zudem auf der Erstnamenliste Ben vom Thron zu stürzen.

Bekannt: Es ist nicht auszuschließen, dass Marie, Sophie und Maria wie in den vergangenen Jahren die Top 3 der Gesamtliste belegen.
Neu: Bei der Erstnamenliste ist Hanna(h) ein vielversprechender Anwärter auf den Spitzenplatz und könnte Emma von dort verdrängen.

Bekannt: Mädchennamen auf E- (Emma, Emilia, Ella, Elisabeth) und auf M– (Marie, Maria, Mia, Mila, Mathilda) waren wie in den vergangenen Jahren auch 2019 besonders beliebt.
Neu: Auch Namen auf L- wie Lina, Lea, Lena, Luise, Leonie, Leni, Luisa, Lotta, Lara, Lia haben gute Chancen auf einen Platz unter den Top Ten.

Bekannt: Alte Namen sind seit einigen Jahren bei beiden Geschlechtern sehr gefragt, so etwa Klara, Frieda, Greta, Mathilda, Elisabeth, Ida bei den Mädchen, Emil, Anton, Oskar, Theo, Karl, Jakob bei den Jungen.
Neu: Klara und Emil, bisher nicht unter den Top-Namen in Erscheinung getreten, zeigen deutliche Tendenzen, einen Platz weit oben auf der Rangliste zu ergattern.

Bekannt: Wo es Aufsteiger gibt, gibt es auch Absteiger.
Neu: Es scheint, als wäre der Name Henry, gerade erst unter die Top Ten gelangt, schon wieder auf dem Rückzug.

Für die Stichprobe, aus der diese Erkenntnisse abgeleitet werden, hat die GfdS Daten der zwischen Januar und Oktober vergebenen Namen von einem Dutzend Standesämtern aus ganz Deutschland ausgewertet.

Ob in diesem Jahr die Spitzenpositionen neu besetzt oder Marie und Paul wie im vergangenen Jahr tatsächlich wieder die beliebtesten Vornamen sein werden, wird sich erst im Frühjahr 2020 zeigen: Dann haben wir die von den Standesämtern im Jahr 2019 eingetragenen Vornamen ausgewertet und veröffentlichen unsere Liste der beliebtesten Vornamen. Diese basiert, wie üblich, auf über 90 % aller 2019 vergebenen Vornamen. Wie in den Vorjahren wird die Gesamtliste dabei durch separate Listen für die beliebtesten Erst- und Zweitnamen ergänzt.

Die GfdS beschäftigt sich jedoch nicht nur mit den häufigsten, sondern auch mit besonders seltenen Namen. Über 400 dieser Vornamen wurden auch 2019 wieder bestätigt und fließen in die Auswertung zur Liste der beliebtesten Vornamen mit ein. Leider mussten auch einige Namen abgelehnt werden, dies waren knapp 10 % der insgesamt über 600 Anfragen. Einige der Anfragen blieben offen, sei es, weil die Eltern sich eine Alternative überlegt hatten oder ihren Wunsch nicht weiter verfolgten.

Bestätigte Namen aus dem Jahr 2019 waren etwa: Iggy, Bex, Curly-Fay, Bear, Elodin, Magic, Kuba, Juno, Filian oder Castiel.

Nicht bestätigen konnten wir unter anderem die Namenswünsche Voice, Ewert, Seestern, Lord, Regenbogen, Jr., Greenbank, O’Connor, Decay und E’Loise.

(gfds.de)

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