Merkel stellt sich Anne Will

Kanzlerin Merkel stellte sich am Sonntagabend in der ARD den ungefährlichen Fragen von Moderatorin Anne Will.

Was bedeutet das Fehlereingeständnis für das weitere Krisenmanagement von Bund und Ländern? Wie soll die dritte Corona-Welle nun gebrochen werden? Wo steht Deutschland gegenwärtig im Kampf gegen das Virus?

In jedem Fall betonte Merkel, bleibe es „auch weiterhin schwer“. Man müsse die dritte Welle brechen, der Instrumentenkasten dafür sei aber da. Sollte den Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländern dies nicht gelingen, müsse sie aber „überlegen“ und über weitere Maßnahmen „nachdenken“.

Merkel kritisierte, dass viele Bundesländer nicht mitziehen würden. Wenn das nicht anders gehe, dann müsse sie überlegen, welche Möglichkeiten es noch gebe. „Eine Möglichkeit wäre, das Infektionsschutzgesetz anzupassen. Im Augenblick ist die Eindämmung noch nicht da.“ Auf die Frage, ob ihr Parteifreund Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gegen die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Beschlüsse verstoße, sagte Merkel: „Ja. Aber er ist nicht der Einzige.“

Podcast zur Sendung

(Red)

Foto: Screenshot

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