Ministerpräsident Haseloff verurteilt antisemitische Proteste

Magdeburg – Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat die jüngsten antisemitischen Parolen bei Kundgebungen in deutschen Städten scharf kritisiert. Auch in Halle kam es gestern zu Protesten und dem Versuch, eine israelische Flagge zu verbrennen. Haseloff sagte heute in Magdeburg: „Diese Vorfälle beschämen mich. Wir werden in unserem Land keinen Antisemitismus dulden. Der Hass auf Jüdinnen und Juden ist eine große Gefahr für die grundlegenden Werte unserer Demokratie. Gewalt und Hetze dürfen das Klima in unserem Land nicht vergiften. Gegenüber jeder Form von Antisemitismus darf es keinerlei Toleranz geben. In unserer Gesellschaft muss ein Klima der Offenheit und des gegenseitigen Respekts herrschen.“ Haseloff sagte weiter: „Jüdisches Leben gehört zu Deutschland. Darüber sind wir sehr glücklich. Jüdinnen und Juden müssen sich in unserem Land sicher und zu Hause fühlen. Dafür werden wir alles tun.“

Angesichts des eskalierenden Nahost-Konflikts war es in den vergangenen Tagen bundesweit an mehreren Orten zu antisemitischen Demonstrationen und Gewalt gegen jüdische Einrichtungen gekommen.

„Das Existenzrecht Israels zu wahren, gehört zur Staatsraison Sachsen-Anhalts und Deutschlands. Der Konflikt im Nahen Osten muss mit friedlichen Mitteln gelöst werden“, betonte Haseloff.

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