Mission GM – Grüne Woche 2020

Gleich vorweg, ja sie lohnt sich wirklich, die 85. Grüne Woche in Berlin.

Die Messe die gleichermaßen Verbraucher, wie Fachbesucher anlockt und begeistert, schafft es auch in diesem Jahr wieder mit ihrem Charme zu überzeugen, wenngleich innovative Neuheiten, wie in den vergangenen Jahren fehlen. Alles ist etwas „grüner und ländlicher“. Der Bauernverband setzt auf „Lust auf´s Land“ und die Produzenten und StartUps auf Bio, CO2 Bilanzen und gesünder.

Was auffällt, dass niemand der Aussteller, versucht hat das Rad neu zu erfinden. Alles darf etwas detailverliebter sein, wo man in den Landwirtschaftlichen Hallen sofort merkt, wo die Reise hingeht. Der Spagat zwischen Bauernhofromantik, Idylle und doch vernetzten Hightechberuf. Und alles natürlich Bio und regional.

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Aber auch bei der deutschen StartUp-Szene, die vergangenes Jahr bereits auf Bio und gesund setzte, beschränken sich die Innovationen eher auf die Rezepturen und das probieren neuer Geschmackskombinationen.

Wer zwischen den ganzen Futter- und Getränkeständen, wirklich etwas Neues sucht, oder seinem Gaumen was interessantes zumuten möchte, der ist in den Länderhallen bestens aufgehoben. Denn hier entdeckt man neben der traditionellen Küche, noch wirkliche Lust am Experimentieren, neu erfinden und neu kombinieren. Die Auswahl scheint schier unendlich.

Wer immer schon einmal Elch probieren wollte, der ist am Stand von Norwegen goldrichtig. Die Norweger vermarkten ihr Tier in allen erdenklichen Variationen. Als Wurst, getrocknet, geräuchert, gepökelt, gekocht… Es scheint nichts unmöglich zu sein, um Elchfleisch genießen zu können. Geschmacklich würde ich die Elchwurst als sehr intensiv wild schmeckend bezeichnen. Stärker als das was der Deutsche als Wildgeschmack kennt, aber sehr köstlich. Ja ich habe probiert. Auch der geräucherte Schinken… starker Wildgeschmack, aber mild im Abgang.

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Wo wir grad beim Essen sind. Die Preise sind messetypisch annehmbar. Nach wirklichen Schnäppchen sucht man allerdings. Wer sparen mag, oder sein Geschick im Handeln versuchen möchte, dem sind vor allem die Aussteller aus der Balkanregion und natürlich arabischen Raum wärmsten zu empfehlen. Handeln erlaubt, die Preisschilder sind nur ein „Preishinweis“ so kam es mir vor. Egal ob kulinarischer Genuss, Kunsthandwerk, oder die unbeschreibbaren Düfte … handeln erlaubt. Einzig wo die Preise stehen… Gewürze. Safran und Co. sind zwar zum Messepreis zu haben, aber da geht wirklich nichts am Preis.

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Für die Gartenfreunde heißt es dieses Jahr zurück zur Natürlichkeit. Ging der Trend 2019 (Blooming City) noch zu Extravaganz und hängende Blumenbeete in allen erdenklichen Variationen, heißt es dieses Jahr in der Blumenhalle ganz schlicht „zurück zur Natur“. Neben einigen hochwachsenden Ideen, zeigen die Aussteller viel klassisches. Einzig neu ist die Kombination. Der Trend im Garten ist nicht das klassische Gartenhäuschen, sondern das Fass. Mal als Ort zum Verweilen, mal als Sauna. Die Hersteller setzen der Fantasie kaum Grenzen, solange es alles in ein Fass rein passt. 2020 darf auch gern der Whirlpool im heimischen Garten stehen. Von klassisch bis ausgefallen, ist dabei dieses Jahr alles erlaubt. Und wie unter vorgehaltener Hand zu erfahren war, die Branche boomt und die Preise sind durchaus erschwinglich. Vorbei die Zeit, als der Whirlpool noch als unerschwinglich galt.

Abschließend kann ich nur sagen… fahrt nach Berlin. Genießt den Flair der Grünen Woche.

(ak/red)

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