MoWaS bricht bei Probelauf komplett zusammen – Leitstellen sendeten eigene Warnung

Die bundesweite MoWaS-Meldung konnte nur verspätet zugestellt werden. Grund dafür ist eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über MoWaS gewesen. Das im Vorfeld mit den beteiligten Partnern besprochene Auslösekonzept sah eine reine Auslösung durch den Bund mit MoWaS vor.

Mit dem Warntag soll das Thema Bevölkerungswarnung den Menschen näher gebracht werden, um sie darüber zu informieren, wo und wie sie im Gefahrenfall autorisierte und zutreffende Warnungen und Verhaltensempfehlungen beziehen können.

Ferner diente der Warntag der Erprobung der technischen Warnsysteme und der vorhandenen Schnittstellen.
Das gesehene technische Phänomen liefert wichtige Erkenntnisse für den Ausbau von MoWaS und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern und wird in der weiteren Entwicklung von MoWaS berücksichtigt.

Die Ergebnisse des Warntags werden jetzt aus den Kommunen und Ländern zusammengetragen.
Sobald wir mehr Informationen zu den Ergebnissen des Warntags haben, werden wir auf unseren Kanälen darüber informieren.

Erklärung BIWAPP:

BIWAPP ist auch an das System des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angebunden. So können neben lokalen Meldungen, die von unseren kommunalen Partnern selbständig versendet werden, auch bundesweit relevante Meldungen an die Bevölkerung verschickt werden.
Das BBK hatte geplant, zum heutigen Warntag eine zentrale, bundesweit gültige Meldung um 11:00 Uhr zu versenden. Allerdings haben die dezentralen, regionalen Leitstellen sich nicht an diese Vorgabe gehalten. Die Leitstellen haben eigene Warnmeldungen versendet und so dafür gesorgt, dass es in allen angeschlossenen Warn-Apps zu massiven Verzögerungen gekommen ist. Konkret haben die Leitstellen uns 52 (!) Meldungen statt 1, versendet und somit das Netz überlastet.
Das BBK konnte die eigene Meldung somit erst deutlich später als geplant versenden. Daher ist die eigentlich geplante zentrale Meldung des BBK so verspätet bei den Nutzern angekommen.
Gleichzeitig hat diese unkoordinierte Vorgehensweisen der Leitstellen dafür gesorgt, dass die Apps – auch unsere BIWAPP – an die eigene Leistungsgrenze gestoßen sind. Die App wurde immer langsamer bis hin zum Abbruch des Ladevorgangs.

(Bundesamt für Bevölkerungsschutz, BIWAPP)

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