Neue Lockerungen ab 2. Juli 2020 – Sachsen-Anhalt-Weg

Die Landesregierung hat am Dienstagmittag die neue Eindämmungsverordnung beschlossen, mit der das Land den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie bis zum Herbst regeln will. Bisher galten etwa Verbote für größere Ansammlungen von Menschen. So durften sich nur maximal zehn Personen aus unterschiedlichem Hausstand miteinander in der Öffentlichkeit treffen. Dieses Verbot wird mit der neuen Verordnung in eine Empfehlung umgewandelt. Ebenso die Vorgabe, mit möglichst wenigen Personen Kontakt zu halten. Das teilten Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) zur Landespressekonferenz am Dienstagmittag bekannt.

Mit begrenzten Zuschauerzahlen werden Fußballspiele und Sportwettkämpfe wieder möglich. Auch Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Menschen unter freiem Himmel sind möglich, alles aber unter Auflagen. Zudem dürfen Messen, Ausstellungen sowie Spezialmärkte oder Flohmärkte veranstaltet werden, auch dies unter Auflagen. Geschlossen bleiben weiterhin Clubs und Diskotheken. Pflicht bleibt der Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr.

Einschulungsfeiern am 29. August werden ermöglicht

Größere Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind bereits ab 29. August mit bis zu 500 Personen erlaubt. Ursprünglich sollte diese Beschränkung erst am 1. September fallen.
Solche Einschulungsfeiern finden in der Regel in Sporthallen, Schulaulen und Festsälen statt. Grimm-Benne sagte allgemein zur neuen Eindämmungsverordnung, die niedrige Infektionsrate ermögliche diesen Schritt. So müsse die Landesregierung nicht etwas zurückzunehmen, sondern habe das, was vergangene Woche angekündigt wurde, nun in die siebente Eindämmungsverordnung gegossen.

Zentral bleiben Abstands- und Hygieneregeln, betonte Haseloff. „Abstand, Hygiene und Alltagsmasken – das ist die Grundlage dafür, dass wir weitere Öffnungen, moderat, aber doch zielgerichtet, vornehmen können.“ Wichtig sei nun, stärker auf Eigenverantwortung zu setzen statt auf Verbote.

Reisende aus Risikogebieten – nur mit Attest
Teil der neuen Verordnung ist die bereits gesondert erlassene Beherbergungsvorgabe für Reisende aus Risikogebieten, wonach ein höchstens 48 Stunden altes negatives Testergebnis vorzulegen ist.

(MDR.de)

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