Neue Studien – Corona-Opfer hätten ohne den Virus noch viele Jahre leben konnt

Alt, vorerkrankt, “in einem halben Jahr sowieso tot“: Einer gängigen Einschätzung zufolge gilt für viele Todesopfer der Corona-Epidemie, dass ihnen keine nennenswerte Lebenszeit genommen wurde, da sie aufgrund ihres Alters oder Vorerkrankungen ohnehin kurz vor dem Tod standen. Zu einem ganz anderen Ergebnisse kommen allerdings zwei wissenschaftliche Studien aus Großbritannien. Schottischen Forschern zufolge verstarben Corona-Opfer je nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen durchschnittlich zwischen mehr als zehn oder weniger als drei Jahre früher, als ohne die Corona-Erkrankung zu erwarten gewesen wäre. Eine weitere Studie schätzt den durchschnittlichen Verlust an Lebensjahren der Corona-Toten in den USA sogar auf 14 Jahre und in Großbritannien auf elf Jahre. “Manche Leute glauben, diese Menschen wären in diesem Jahr sowieso gestorben”, zitiert das “Wall Street Journal” einen der Studienautoren, den Professor für Gesundheitsökonomie an der London School of Hygiene & Tropical Medicine, Andew Briggs. “Das ist einfach nicht der Fall.”

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