Polizei und Tourismusverband raten von Ausflügen in den Harz ab

Die Polizei im Harz rät dringend von Besuchen im Mittelgebirge ab. In Schierke und Torfhaus kam es in den vergangenen Tagen zu überfüllten Parkplätzen und Staus. Außerdem mussten Wanderwege wegen Sturmschäden gesperrt werden.
Aus Sorge vor weiterer Überfüllung rät die Polizei von Ausflügen in den winterlichen Harz ab. Ein Sprecher der Polizei in Goslar in Niedersachsen sagte, die Parkplätze liefen einigerorts “ruck zuck zu”. Es sei so voll, dass die Menschen nicht die Corona-bedingt nötigen Abstände zueinander einhalten könnten, sagte er.

Harzer Tourismusverband bittet, auf Besuche zu verzichten

“Es ist nicht verboten, in den Harz zu fahren, es gibt kein Reiseverbot – das ist die Problematik”, erklärt ein Polizeisprecher. “Wir sehen das zwiegespalten”, sagt Wohlgemuth vom Harzer Tourismusverband. “Einerseits freuen wir uns über den Zuspruch und darüber, dass wir den Menschen Abwechslung bieten können”, so Wohlgemuth. Doch andererseits sei man auch daran interessiert, dass die Pandemie so schnell wie möglich unter Kontrolle sei und die Tourismusbranche wieder öffnen könne.

Virologe hält Wanderung mit Abstand für ungefährlich

Entwarnung kommt indes von Seiten der Wissenschaft: Der Münchner Virologe Oliver Keppler sieht wenig Ansteckungsgefahr bei Wanderungen an der frischen Luft. Vorraussetzung sei, dass die notwendigen Abstände eingehalten werden. Trage man zusätzlich noch eine Mund-Nasen-Bedeckung, sei das Risiko “praktisch null”, so der Chef der Virologie am Max-Pettenkofer-Institut der Münchner Universität am Mittwoch.

(MDR.de/Red)

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