Prozess gegen Stephan Balliet beginnt mit Verzögerung

Es ist der größte Prozess in der Geschichte Sachsen-Anhalts, der heute startete. Allerdings mit einiger Verzögerung.

Obwohl seit 7 Uhr morgens die Türen für Besucher, Medienvertreter und Nebenkläger geöffnet waren, sind durch die enormen Sicherheitsvorkehrungen (insgesamt 3 Sicherheitsschleusen) kaum Leute im Verhandlungssaal, als 10 Uhr begonnen werden sollte. Stephan Balliet wurde 9 Uhr mit einem Hubschrauber eingeflogen.

Andrang vor dem Landgericht Magdeburg / Foto: TV Halle

Insgesamt fünf Richterinnen und Richter entscheiden am Ende über das Urteil, ein sechster steht als Reserve parat. Die Vorsitzende Richterin ist Ursula Mertens.

Die Bundesanwaltschaft hat am 16. April 2020 Anklage gegen Stephan Balliet erhoben. Die Anklageschrift besteht aus mehreren Punkte. Am schwerwiegendsten ist der Vorwurf des zweifachen Mordes. Am 9. Oktober 2019 hatte Stephan Balliet erst die Fußgängerin Jana L. vor der Synagoge, kurz darauf im Imbiss „Kiez-Döner“ Kevin S. erschossen. Darüber hinaus wird ihm versuchter Mord in 68 Fällen vorgeworfen. Außerdem werden dem Angeklagten fahrlässige und gefährliche Körperverletzung, versuchte räuberische Erpressung mit Todesfolge, schwere räuberische Erpressung sowie Volksverhetzung nach §130 des Strafgesetzbuches (StGB) vorgeworfen.

(Red)

Foto: Tag24.de

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