Real – Verkauf stockt, Kartellamt prüft

Der Verkaufsirrsinn geht weiter.

Es ist mehr als ein Jahr her, dass Metro-Chef Olaf Koch den Verkaufsprozess für seine kriselnde SB-Warenhauskette Real eingeleitet hat. Nun drohen weitere Verzögerungen. Das Bundeskartellamt kündigte am Dienstag eine „vertiefte Prüfung“ der 87 Real-Standorte an, die Edeka übernehmen will. Die Prüfung soll zeigen, ob Edeka durch die 87 angepeilten Real-Filialen eine Vormachtstellung bei den Supermärkten in Deutschland einnehmen kann. Damit könnte der Konzern die Preise für Verbraucher und Lieferanten diktieren. Die Prüfungsfrist dauert bis zum 28. Februar 2020.

Die Manager von Real machen indes einfach wie gehabt weiter – und eröffnen sogar neue „Markthalle“-Geschäfte in Krefeld, Braunschweig, Balingen und Aschaffenburg mit modernem Aufbau und neuem Konzept.
Neben den 87 Filialen, an denen Edeka interessiert ist, sollen 277 Filialen an den Immobilien-Investor Redos gehen. 50 bis 60 Filialen wollen Redos und Metro gemeinsam weiterführen. Tegut ist an sieben Filialen interessiert.
Nun hat sich noch der Investor X-Bricks ins Spiel gebracht, zu dem auch Kaufland und Lidl gehören.

(red)

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