Reformationstag – der fast vergessene Feiertag

Halloween oder Reformationstag, dass überlassen wir jedem selbst. Der Grund für den freien Tag verdanken wir aber Martin Luther und seinem Thesenanschlag im Jahre 1517, sowie letztendlich dem Kurfürst von Sachsen.

Laut der Überlieferung soll der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am Abend vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablass und Buße angeschlagen haben, um eine akademische Disputation herbeizuführen. Damit leitete er die Reformation der Kirche ein. Im Kern bestritt er die herrschende Ansicht, dass eine Erlösung von der Sünde durch einen Ablass in Form einer Geldzahlung möglich sei. Dies sei schon durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz geschehen.

Luther hatte seine Thesen in Briefform mehreren geistlichen Würdenträgern und Bischöfen des Reiches zugesandt. Als die Bischöfe nicht reagierten, soll er die 95 Thesen an die Schlosskirche Wittenbergs angeschlagen haben. Ob der Thesenanschlag tatsächlich stattgefunden hat, ist jedoch nicht zweifelsfrei erwiesen und wird kontrovers diskutiert. Der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann hält Luthers Schrift An den christlichen Adel deutscher Nation (1520) ohnehin für wesentlich wichtiger als die Thesen.

Seit wann wird der Reformationstag begangen?

1667 bestimmte der Kurfürst von Sachsen den 31. Oktober zum Gedenktag der Reformation – 150 Jahre nach der Veröffentlichung von Luthers Thesen. Seither feiern die deutschen Protestanten an diesem Tag ihren Glauben. In Deutschland war der Reformationstag lange nur in den östlichen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Einmalig beschlossen auch die übrigen Bundesländer, 2017 das 500. Jubiläum der Reformation mit einem Feiertag zu würdigen. Inzwischen haben auch Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Reformationstag zu einem gesetzlichen Feiertag gemacht.

Quellen: Wikipedia

(red)

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