Tödliche Hundekrankheit auch in Deutschland – Auslöser weiter unklar

Seit zwei Monate sterben in Norwegen Hunde an einer mysteriösen Krankheit. Die Tiere erbrechen sich, leiden an blutigem Durchfall und sterben schließlich. Nach Schätzungen sollen bereits 43 Hunde an dem Bakterium Providencia alcalifaciens gestorben sein. Im September verstarb das erste Tier an demselben Bakterium in Schleswig-Holstein, nun wurden drei weitere Fälle in Mecklenburg-Vorpommern bekannt.

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Wie der NDR berichtet, hat eine Tierärztin aus Boizenburg drei Fälle gemeldet, die dem Krankheitsverlauf in Norwegen gleichen: Erbrechen, blutiger Durchfall, Tod. Bei einem der Tiere wurde bereits der gleiche Erreger festgestellt wie bei seinen toten Artgenossen in Norwegen. Ob der Keim jedoch auch verantwortlich für den Tod der drei Hunde in Mecklenburg-Vorpommern ist, muss noch untersucht werden. Die betroffenen drei Hunde in Boizenburg seien durch ihr Alter oder andere Krankheiten bereits geschwächt gewesen.

Rätselhafte Hundekrankheit auch in Schleswig-Holstein

Bereits vor acht Wochen war in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein ein Hund unter ähnlichen Symptomen gestorben. Auch bei ihm konnte Providencia alcalifaciens nachgewiesen werden. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichteten, mussten in der Region, die nur circa 45 Kilometer Luftlinie von Boizenburg entfernt ist, mehrere Tiere wegen Erbrechens und Durchfalls behandelt werden.

Die Behörden haben vor allem Hundehalter, die kürzlich in Norwegen waren, aufgefordert, vorsichtig zu sein. Der Kontakt zu fremden Hunden sollte gemieden werden und die Tiere an der Leine geführt werden. Bei Ermüdung, blutigem Durchfall, oder Erbrechen sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

(RND / mat / dpa / red)

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