Was die “Schlafschafe” nicht sehen

Zugegeben die Überschrift verleitet zu der Annahme, dass hier das Weltbild mit Weitblick offenbart werden soll. Doch soll diese Überschrift vorallem zum lesen animieren, denn wenn Kinder zum Kindertag instrumentalisiert werden sollen, dann läuft in Deutschland kräftig was falsch.
Die Kleinsten und Unschuldigsten vor den Karren zu spannen, um auf die vermeintlich schlechte Zukunft, die ihre Eltern nur sehen, hinzuweisen. Wovon wir reden? Den ominösen Zettel, der aufruft am 1. Juni mit den Kindern auf dem Hettstedter Markt zu kommen, Bilder zu malen, die Pflastersteine bunt zu malen und ihre Wünsche aufzuschreiben und diese bei der Stadtverwaltung und Kirche in die Briefkästen zu werfen. Soweit erstmal alles ganz harmlos. Der letzte Satz entlarvt dann doch, dass es um mehr geht. “Wir wollen, dass ihr gesund, selbstbestimmt und frei aufwachst.” steht dort. Für die Gesundheit kann man erstmal nicht viel machen, außer sich gesund ernähren. Aber “selbstbestimmt und frei” das garantiert uns unser Grundgesetz.

Das der Kindertag auf Montag fällt, ist nun kalendarisch einmal so. Das der Montag inzwischen für “Spaziergänge” gegen die Corona-Einschränkungen und von einigen auch für mehr genutzt wird, ist ebenfalls inzwischen mehr als bekannt. Ebenso der Umstand, dass auf diesen Zetteln kein Initiator aufgeführt ist, sollte aufhören lassen.

Wir haben einmal versucht den Ursprung nachzuvollziehen. Aufhorchen lässt, dass der “Aufruf” am vergangenen Montag (25.05.2020) unmittelbar zu und nach dem “Spaziergang” auftauchte. Ohne jemanden in die Ecke der AfD, Verschwörungstheoretiker usw. zu drängen, so fällt es doch auf, dass vorrangig AfD-nahe Personen diesen Aufruf in den sozialen Medien teilen und mit Nachdruck zur Teilnahme auffordern. Alle unsere Recherchen enden in dieser Richtung, wo wie bereits öfters schon natürlich niemand weiß, wer den Aufruf verfasst und gedruckt hat.

Fazit: Es ist der Tag der Kinder. Geht mit ihnen auf den Spielplatz, besucht die Tierpark Walbeck, macht das was eure Kinder möchten. Es ist ihr Tag, nicht der Tag um sie zu instrumentalisieren.

(Red


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